17.08-02.09 Im Land der eingeschrAnkten Möglichkeiten

Zufrieden wache ich in Bett des uralten und liebevoll renovierten Gästehäuschens auf welches wir für die Nacht nutzen durften. Keine bewaffneten Securities vor unserem Zelt, Wasser im Überfluss, Ärzte, Straßen, Kaufhäuser…..und alle verstehen uns!… Wir sind in Sicherheit! Wie sich aber bald herausstellen wird bedeutet der neue Abschnitt unserer Reise für uns alle eine größere Umstellung als erwartet. Die Hunde, vor allem Shina, scheinen erleichtert zu sein endlich wieder bekannten Boden unter den Füßen zu haben. Zufrieden räkelt sie sich in der Sonne und genießt den kühlen Schatten. Die Huftiere hingegen wirken stark verunsichert. Zwar sind sie aus einer ausgedörrten Steppe in ein frühlingshaft grünes Paradies teleportiert worden, doch sind die Wiesen nur wenig schmackhafte Monokulturen die keinerlei Abwechslung auf dem Speiseplan bieten. Das scharfe Lied der rauschenden Nadelwälder klingt ganz und gar nicht wie das bekannte und sanfte Rauschen der ihnen vertrauten Eichenwälder. Zudem klingen die Dörfer seltsam, und sie riechen auch komisch, bzw. gar nicht. Außerdem sind weit und breit keine Tiere zu sehen, kein Wild, keine Esel, Maultiere, Pferde, Kühe oder sonst ein Lebewesen….merkwürdige fremde Welt. Julian und ich sind erstaunt wie fremd alles unseren beiden sonst so gelassenen Tieren ist…. Wir haben alle einen ziemlichen Kulturschock! Damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet. Das feuchtwarme Klima, die unfassbar grüne Vegetation erfreuen uns noch lange Zeit. Womit wir jedoch nicht gerechnet haben sind all die Regeln und Einschränkungen die uns von Anfang an auferlegt werden: „ Sollte euch auch jemand etwas anderes erzählen wollen, ihr habt das Recht mit euren Tieren Waldwege zu nutzen! Ihr reitet ja nicht, und deshalb dürft ihr sie laut Gesetz benutzen. Reiten ist natürlich verboten! “ Diese und ähnliche Aussagen hören wir mit großem Erstaunen. Bulgarien war das Land der großen Freiheit. In der Natur, die dort der Allgemeinheit gehört, durften wir tun und lassen was wir wollten. Von den Menschen wurden wir lediglich drauf hingewiesen was für Möglichkeiten uns ein Ort bot. Eingeschränkt wurde diese Freiheit nur durch die fehlenden Möglichkeiten sie voll auszunutzen. Der Grund dafür war die zum Teil kaum vorhandene Infrastruktur. Zudem haben die meisten Bulgaren einfach kein Geld um es für ausgefallene Dinge wie z.B. Reis, Gummibärchen, Blasenpflaster, oder Gemüse auszugeben. Auch ein Arztbesuch gehört zu den Dingen die man sich nur leistet wenn es gar nicht anders geht. Dementsprechend muss man auf viel „Luxus“ verzichten, weil einfach keine Nachfrage besteht und somit auch kein Angebot. Bei uns hingegen hat jeder unendliche Möglichkeiten, jedoch keine Freiheit sie zu nutzen. Diese Tatsache sollte uns in den nächsten Wochen noch sehr zu schaffen machen. Nachdem wir uns etwas erholt und neu sortiert haben wollen wir die Gastfreundschaft der Fam. Colloselli nicht überstrapazieren und ziehen einige Kilometer weiter. Dort wollen wir uns mit meiner Freundin Claudia und ihren Sohn treffen. Seit unserem Aufbruch im März ist es das Erste mal das wir ein bekanntes Gesicht sehen. Wir genießen es sehr uns endlich mal wieder mit vertrauten Menschen auszutauschen, und verbringen einen gemütlichen Abend zusammen. Shina scheint sich wieder etwas das Genick verrenkt zu haben, sitzt immer wieder mit nach Oben gerecktem Kopf da und hustet. Da sie bereits in Bulgarien ähnliche Probleme hatte machen wir uns langsam etwas Sorgen. Zum Glück ist Claudia eine engagierte Tierarzthelferin und untersucht Shina gründlich. Sie empfiehlt uns bei der nächsten Gelegenheit einen Arzt aufzusuchen um Shinas Herz anschauen zu lassen, denn es könnte ein Herzleiden für den Husten verantwortlich sein. Das ließe sich zwar wahrscheinlich medikamentös gut behandeln, aber natürlich macht uns diese Nachricht zu schaffen.

Am nächsten Morgen studieren wir die neuen Kompasskarten um uns die genaue Route für die nächsten Tage zurechtzulegen. Vor der Reise haben wir die Kompasskarten wegen ihrer Ungenauigkeit verteufelt und jetzt überwältigen sie uns mit einer unfassbaren Fülle an Informationen. Was für ein Segen nach Monaten in denen wir mir 30 Jahre alten, handgezeichneten Karten navigiert haben!

Am frühen Mittag sind wir dann endlich soweit den neuen Abschnitt der Reise anzugehen. Wir steuern den größeren Ort an wo wir mit Shina zum Tierarzt wollen. Leider erfahren wir dort das dieser in Urlaub ist. Für uns die wir grade aus dem wilden Balkan ins Land der Infrastruktur, der unzähligen Ärzte und Kaufhäuser gekommen sind stellt das kein Problem dar! Wir sind in Sicherheit und werden einfach das nächste größere Dorf in ca. 20km Entfernung ansteuern. Das sollte, selbst wenn wir langsam machen, nicht länger als 2 Tage dauern. Dann ist Freitag und wir können noch vor dem Wochenende zum Arzt. Ich habe seit ein paar Tagen etwas Zahnweh und würde hier einfach so zu irgendeinem Zahnarzt gehen. Wahrscheinlich kann ich sogar zwischen mehreren wählen! Noch vor einigen Tagen wäre das nur ein schöner Traum gewesen. Hätten wir das Glück gehabt tatsächlich einen in erreichbarer Nähe zu haben, wäre ein Besuch in seiner höchstwahrscheinlich steinzeitlichen Praxis mit Sicherheit zum Alptraum geworden! Wir ziehen also weiter durch eine von Grundbesitzern klar strukturierte Landschaft. Kein Baum tanzt aus der mit dem Lineal gezogenen Reihe, die das ende des Waldes beschreibt. Jede Pflanze und jeder Baum stehen brav an ihrem zugewiesenem Platz. Erstaunlicherweise ist es genau diese Ordnung und Kontrollwut der Menschen die es verhindert das wir wie geplant vor dem Wochenende das nächste Dorf erreichen.An den merkwürdigsten Stellen, z.B. mitten im Wald, werden wir mit Zäunen und Gattern konfrontiert die uns den Weg versperren. So kommt es das wie eines Abends nach einem langen und anstrengenden Tag wieder mal vor einer unüberwindbar massiven Metallschranke stehen und verzweifelt den schönen Blick auf die saftige Weide auf der anderen Seite genießen! Trotz langer Auskundschaftungen lässt sie sich auch nicht großräumig umgehen, das Gelände ist dafür einfach zu steil und der Wald zu dicht. Was sollen wir jetzt machen? Unsere Tiere sind von der harten Arbeit müde und hungrig und brauchen ausreichend Grass! Verzweifelt ziehe ich noch einmal los um einen Platz für ein Notlager zu suchen. Ca. 1km entfernt finde ich dann tatsächlich einen Streifen Wiese in einer ausladenden Kurve des Waldweges. Für unsere 2 bescheidenen Tiere sollte das für die Nacht gut reichen. Zu dem entdecke ich eine alte, kaum noch erkennbare Forststraße die potentiell ein Verbindung zum nächsten Ausgang aus dem Wald ergibt. Ein Hoffnungsschimmer das wir am nächsten Tag nicht doch 10km oder mehr zurück laufen müssen. Denn wenn man es genau nimmt sind wir grade in diesem Waldstück gefangen! Der Weg den wir nämlich in diesen Wald genommen haben war genauso wie unser Ausgang mit einer soliden Metallschranke versperrt. Als wir ratlos davorstanden und uns gerade einen anderen Weg suchen wollten, kam ein Jeep. Der Fahrer war im Besitz eines Schlüssels, lies uns durch, und sperrte als braver und pflichtbewusster Bürger natürlich die Schranke hinter uns wieder ab. Wir Stecken laut Karte also in einem Labyrinth aus Sackgassen und Schranken! Geschafft richten wir also unser Lager im dichten Jungwald neben der Forststraße ein und haben sogar frisches Wasser aus einer köstlichen kleinen Quelle. Alles n allem ist es ein unerwartet gemütliches Plätzchen. Am nächsten Morgen weckt uns die Sonne und versucht unsere vom Schatten der vielen Schranken, Gatter und Tore verdunkelten Gemüter aufzuhellen. Der Waldweg den ich am Vortag ausgekundschaftet habe erweist sich als Glücksfall. Er ist zwar ziemlich steil und nicht einfach zu gehen, bringt uns aber auf einen Forstweg mit einer etwas schöneren Schranke als Gestern. Sie ist sogar wunderschön, besonders deswegen weil jemand vergessen hat sie abzusperren! Gott sei Dank! Wir schöpfen wieder Mut, wir sind doch nicht verloren im Labyrinth! Haben wir Gestern noch überlegt ob das ganze mit den Millionen Zäunen und Schranken überhaupt machbar ist, sind wir jetzt wieder wild entschlossen weiter zu machen. Wir sind freie Menschen und lassen uns nicht einschranken!

Diese Einstellung erwiest sich in den nächsten Tagen als essentiell wichtig! Mehrmahl am Tag sehen wir uns mit schmalen Durchgängen an Weiden und Forstwegen konfrontiert an denen es für unsere Packtiere kein durchkommen gibt. Schnell werden wir Profis im Ein- und Ausbrechern. Julian biegt Stacheldrahtzäune auf, legt Elektrozäune lahm und hängt Tore aus. „Wir lassen uns nicht Einschranken!“ Wobei wir natürlich drauf achten die Zäune und Gatter in gleichem oder besserem Zustand zu hinterlassen als wir sie vorgefunden haben. Nachdem wir am Sonntag also zig Hindernisse überwunden haben, bleibt nur noch die Suche nach einem geeignetem Lagerplatz für die nächsten 2 Tage.Nach einigem Gesuche findet Julian einen tollen Platz am Rande einer Skipiste. Die Weiden hier sind ein Traum. Kniehoch wachsen hier die verschiedensten Wildkräuter und saftiges Grass. Unser Zelt haben wir perfekt Wettergeschützt in einer kleinen und geraden Lichtung im Wald aufgestellt. Das perfekte Wohnzimmer mit Blick auf die andere Talseite. Morgen werde ich wieder absteigen um zum Tier- und Zahnarzt zu gehen. Im Ort werde ich mich dann danach mit Julians Mutter, Dani, treffen die uns besuchen kommt. Am nächsten morgen ist etwas Eile angesagt damit ich noch vor der Mittagspause beide Arzttermine hinter mich bringen und mit Dani wieder hochfahren kann. Um um ins Tal zu kommen, wo ich hoffentlich einen Bus erwische, brauche ich alleine schon eine Stunde. Also nur einen schnellen Kaffee, Zähneputzen und los. Als ich ca. 10 min. gelaufen bin höre ich ein verdächtiges Geräusch hinter mir. Ich drehe mich um und sehe Len freudestrahlend auf Shina und mich zu galoppieren. „Hurra! Ich habe euch gefunden!“ Nicht ganz so glücklich wie der Ausreißer kommt kurz darauf Julian querfeldein den Hang runter gelaufen und nimmt ihn wieder mit. Weiter geht’s mit nur einem Hund. Nach ca. 1km habe ich Glück und werde von einem Bauern mitgenommen. Wie sich raus stellt gehört Ihm die Wiese auf der wir grade wohnen. Er nimmt uns mit runter zur Bushaltestelle, und wie nicht anders zu erwarten wenn man es so eilig hat, ist der Bus vor 5min. Gefahren. Ich beschließe Richtung Mürzzuschlag zu laufen. Nach vielen Fehlversuchen jemand anzuhalten der mich und das Hundi mitnimmt habe ich endlich Glück. Eine ältere Dame hat Mitleid mit Shina und nimmt sie mit. Auch ich darf mitfahren! Sie ist sogar so nett und bringt uns direkt zur Tierarztpraxis. Nervös betrete ich die Praxis. Was wird die Untersuchung zeigen?

Ich schildere der jungen Tierärztin Shinas Symptome. Nach einer kurzen Untersuchung steht die Diagnose. Wie schon befürchtet hat die kleine Maus tatsächlich Probleme mit dem Herzen zu dem auch noch Wasser in der Lunge! Die Ärztin meint das Shina mit der richtigen Dosierung Herztabletten und vorübergehend auch Entwässerungstabletten weiterhin die Wanderung mitmachen kann. Wir müssen sie im Auge behalten und eine Überanstrengung vermeiden.

Obwohl die Diagnose hätte auch schlimmer ausfallen können und ich nicht unvorbereitet war trifft mich die Nachricht recht hart. Wenigstes sind wir jetzt nicht mehr in Bulgarien und können sie medizinisch versorgen!

Schweren Herzens setze ich meine Ärztetour fort um Dani, mit der ich mich mittags treffen will nicht warten zu lassen. Wie geplant kommt Sie gegen 13.00 Uhr. Nach einer herzlichen Begrüßung nimmt uns wieder mit auf den Berg. Kurz bevor wir am Ziel sind rufen wir Julian an damit er uns schon mal entgegen kommen und helfen kann die Tonnen an Sachen, die Dani mitgebracht hat ins Lager zu schaffen. Mit ernster Stimme geht er ans Telefon:“Len ist weg!“

Ich :“Was meinst du er ist weg?“ Julian:“ Ich habe ihm vor ca. 15min. Etwas zu essen gegeben und nur 30sek. nicht aufgepasst ! Er hat das Essen liegen gelassen und ist abgehauen um euch zu suchen! Ich habe gerufen und gepfiffen, nichts! Dann war ich unten in bei der Liftstation, da arbeitet gerade ein Mann er meinte ihn gesehen zu haben wie er Talwärts gelaufen ist! Ich konnte das Lager und die Tiere hier schlecht alleine lassen und ihn suchen gehen!“ Mein Herz ist fast stehen geblieben, nicht auch noch so etwas! Liebenswerter weise bietet Dani an bei der Suche zu helfen, kurzer Hand drehen wir um und fahren wieder, aus dem offenen Fenster pfeifend und rufend ins Tal. Gedanken rasen durch meinen Kopf. Hoffentlich können wir den Ausreißer wieder einfangen bevor er unten ankommt wo meine Spur zuerst quer durch das ganze Dorf und dann direkt an der vielbefahren Bundesstraße entlangläuft. Der Gedanke, dass Hunde wenn sie nervös sind und etwas suchen zu einer erstaunlichen Kopflosigkeit neigen und jegliche Umsicht verlieren macht das ganze sicherlich nicht besser! Während dessen ruft und pfeift sich der arme Julian oben am Berg die Seele aus dem Hals. Genau so wie ich, inzwischen auf dem Marktplatz angekommen, ruft er vergeblich! Ich beschließe auszusteigen und zu Fuß hoch zulaufen, weiterhin verzweifelt pfeifend. Auf halber Strecke werde ich dann endlich erlöst! Dani kommt , mit einer frohen Botschaft um mich einzusammeln. Der Lauser Len hat die Suche nach Shina und mir abgebrochen und ist wieder, unversehrt und schwer hechelnd zum Zeltplatz gekommen. Gott sei Dank!

Nach dem wir uns alle von dem Schreck erholt haben können wir uns endlich an unserem Besuch erfreuen. Gierig essen wir das Leckere Gulasch, welches Dani uns mitgebracht. Da die Abende gerade recht kalt und feucht sind flüchten wir ins Haus (Zelt) wo wir bei einer Flasche Wein und vielen, vielen Geschichten den Abend ausklingen lassen.

Sprüche aus dem Alltag. Bei vielen der unzähligen Hungerattaken:
“Ach, das ist schon noch gut! Das können wir Essen!”

Am nächsten Tag verabschieden wir uns und brechen wieder auf, und fast auch zusammen. Wir sind alle so schwer beladen wie noch nie! Ich habe mich selbst übertroffen und es tatsächlich geschafft so gut wie alles was Dani mitgebracht hatte zu verstauen.

In den folgenden Tagen, in denen wir bei perfektem Wanderwetter auf verschlungenen Pfaden durch die sanfte Vorgebirgslandschaft ziehen, scheint es Shina deutlich bessert zu gehen. Frohen Herzens beobachten wir wie sie auflebt und wieder sichtlich Spaß am wandern hat. Beste Voraussetzungen um endlich die richtigen Berge in angriff zu nehmen. Am Horizont ist bereits die wunderschön felsige Veitsch zu sehen die wir nun ansteuern und vorhaben zu überqueren!

Langsam aber sicher haben wir den Zivilisationsschock überwunden und uns damit arrangiert, dass es hier für alles eine Erlaubnis braucht. Jeden Abend heißt es also entweder einen geeigneten platz im Wald zu finden, wo es kaum jemand stört wenn ein paar verrückte mit ihrem Zoo für einen Nacht bleiben, oder über einen Hüttenwirt, den Almbesitzer um Erlaubnis zu fragen. In der Regel bedeutet das zwar immer wieder zusätzlichen Zeitaufwand und Strecke für die müden Knochen endet aber mit einer netten Unterhaltung und der Erlaubnis unser Zelt am Rande einer Weide aufzustellen. In der Regel läuft es so, also nicht immer! So auch am Ende eines sommerlichen, wie üblich langen Tages. Endlich kommen wir an einer auf der Karte verzeichneten wieder welche wir für unser Nachtlager auserkoren haben. Wie hier üblich ist diese sorgfältig eingezäunt und mit einer mir den schwer beladenen Tieren unüberwindbaren Schranke versehen. Bevor wir uns wiedermal durch den Stacheldraht kämpfen um einzubrechen gehe ich alleine zur Almhütte und frage ob wir bleiben Dürfen. Die netten Wirte sitzen in beim Abendessen in der goldenen Abendsonne. Gerne würden sie uns übernachten lassen, zumal die Wirtin ein großer Eselfan ist und von unserer prächtigen Aische hingerissen, leider sind auch sie nur die Wirte und nicht die Besitzer. Wie die Frau erzählt gehört die Alm zu einem Kloster. Entgegen aller Erwartungen vom großherzigen Kirchenmann sind ihre Vorgesetzten sehr streng und wenig kooperativ. Sie befürchtet Ärger zu bekommen oder vielleicht sogar ihren Arbeitsplatz zu verlieren wenn sie uns auf der Weide übernachten lässt. Sie entschuldigt sich vielmals und verweist uns auf eine alte Weide ca. einen Km. entfernt. Wir schleppen uns weiter. Während unsere Füße müde über den Boden schleifen schießen um uns herum prächtige Kumuluse wie Pilze aus dem Boden. Über dem Berg, vor dem Hintergrund dunkler Wolken schimmert ein Regenbogen, der uns sanft ins Gedächtnis ruft das solche Wolken in den Alpen durchaus Gewitter bedeuten können und nicht wie in den letzten Wochen im Balkan lediglich einen kühlen Schatten. Die Vorstellung nass zu werden bevor das Lager aufgeschlagen ist motiviert unsere lahmen Füße ein letztes mal an diesem Tag etwas schneller zu schlurfen. Endlich an der besagten alten Viehweide angekommen nehmen wir halbwegs gefasst zur Kenntnis das auch hier kein Nachtlager möglich sein wird, außer Julian schafft es irgendwie unsere zwei Huftiere über das Kuhgitter im Boden auf die andere Seite zu werfen. Da er sich weigert auch nur einen Versuch zu unternehmen gehen wir wieder zurück. Auf dem Weg hierher kamen wir an einem viel versprechendem Waldstück vorbei das wir nun genauer unter die Lupe nehmen wollen. Tatsächlich erweist sich der uralte zauberhafte Fichtenwald als ein guter Nachtplatz. Obwohl der Wald recht dicht ist und wenig Licht zum Boden dringt ist er komplett grün, von einer dicken Moosdecke und einigen Farnen bedeckt. Wenn wir hier willkommen sind, werden uns heute Nacht alle hier sicherlich lebenden Kobolde, Feen, und Baumgeister vor den inzwischen deutlich hörbaren Gewittern beschützen. Wir schlagen unser Zelt also mitten im Wald auf. Die einzige halbwegs gerade Stelle, macht es leider nicht möglich das Zelt, für den Fall eines Sturmes optimal zum Wind auszurichten. Vom „Fenster unseres Schlafzimmers“ schauen wir nun gespannt zum Waldrand wo Aische und Kamchi genüsslich das hüfthohe Gras futtern und darüber hinaus auf den gegenüber liegenden Berg an dem gerade ein mächtiges Gewitter fest hängt. Nach einer Weile, besser gesagt nach einer kurzen Weile steht fest das genau das das Wetter genau in unsere Richtung zieht! Das Unwetter bewegt sich unaufhaltsam auf uns zu! Schnell machen wir uns daran Wasser für das Abendessen zu kochen bevor es anfängt zu schütten. Natürlich ist der Regen schneller! Wir ziehen uns ins Zelt zurück um lediglich kurz zum im Regen tapfer fauchendem Benzinkocher raus zu luren. Wie es sich herausstellt haben wir das Wetter nicht exakt eingeschätzt und bekommen nur die Ausläufer des Gewitters mit, das laut polternd links an uns vorbeizieht. Glück gehabt! Müde legen wir uns endlich hin. Kurz bevor ich in den Schlaf sinke fängt das Zelt an heftig zu flattern. Ich bin wieder wach. Ein plötzlich aufkommender Wind von dieser Stärke hat nichts gutes zu bedeuten. Nach dem ich das ganze auf dem Rücken liegend beobachte, wächst der Wind ist zu einem kleinen Sturm und rüttelt immer hingebungsvoller an der Breitseite des Zeltes, raffe ich mich auf und gehe nochmal raus. Ich muss kontrollieren ob alle Heringe noch gut verankert und die Sättel wetterfest eingepackt sind. Wenig glücklich krieche ich also nach draußen und mache mich ans Werk. In Anbetracht des unaufhörlichen Stroboskop gleichen Spektakels welches in unsere Richtung kommt wird mir etwas mulmig zu mute. Ob all die Waldgeister reichen um uns vor diesem Wetter zu schützen? Ich wecke Julian auf:“ Julian? Wach auf! Ein monströses Gewitter kommt auf uns zu, wir müssen versuchen den Wind vor dem Zelt zu brechen. Er wird immer stärker. Ich mache mir Sorgen das das Zelt nicht stand hält! Hilf mir bitte die Sättel davor zu stellen!“ Nach getaner Arbeit mummel ich mich endlich wieder in meinen kuscheligen Schlafsack. Das ferne blitzen und durchgehende grollen verunsichern mich zuerst und halten mich trotz meiner Müdigkeit wach, bis ich nach einer Weile wie in allen schwierigen Nächten in mich gehe und beschließe das es keinen Sinn macht wach zu bleiben. Da mir das wach sein höchsten nur Angst macht ist die beste Lösung zu schlafen bis alles vorbei ist. Ich stelle meinen inneren Wecker auf „besondere Vorkommnisse“ und schlafe fast die ganze Nacht durch. Am nächsten Morgen berichtet mir der arme müde Julian von unzähligen Gewittern, die in der Nacht über uns hinweg gezogen sind, von ohrenbetäubenden Donnern und unweit einschlagenden Blitzen. Tatsächlich finden wir am nächsten Tag ca. 70m von entfernt einen frisch Blitz vom getroffenen Baum, oder besser gesagt den Haufen Zahnstocher den er davon übrig ließ. Wie gut das ich solch einen guten Angsvermeidungs-Schlaf habe sonst hätte ich mich vielleicht ein wenig gefürchtet! Auch wenn dies das imposanteste Wetter der Alpen sein sollte, sicher war es nicht das einzige und alle waren sie so schön wie beängstigend! Was wir jedoch mit Sicherheit gelernt haben ist, dass wenn man einige Regeln bei der Platzwahl beachtet, man auch ein heftiges Unwetter gut und sicher überstehen kann.

Wir nähern uns also mit mehr oder weniger großen Schritten der Veitsch und damit unseren ersten richtig alpinen Abschnitt unserer Reise. Mit Spannung beobachten wir das Wetter welches im Moment nicht sehr stabil erscheint. Gerüchten zu folge soll es die Tage umschlagen und bis auf 1300m schneien. Die Bauern fangen an das Vieh von den höheren Lagen Talwärts zu treiben und wir machen uns Gedanken ob es wirklich vernünftig ist so hoch hinauf zu steigen und zu riskieren das wir oben , ohne ausreichend Futter für Aische und Kamchi festsitzen. Am Tag bevor wir uns endgültig entscheiden müssen ob wir über oder um die Veitsch herum laufen treffen wir einen Bergsteiger der sich in dieser Gegend gut auszukennen scheint. Wir zeigen ihn die Karte und interviewen ihn zur gangbarkeit eines Abschnitts der und im Abstieg Schwierigkeiten machen könnte. Leider bestätigen sich unsere Befürchtungen. Der Mann berichtet von einer ausgesetzten Passage wo der Weg über steile mehr als kniehohe Felsstufen nach Unten führt. Für die schwer beladenen Huftiere, deren Schwerpunkt viel weiter oben liegt als ohne Gepäck sind solche Bergabpassagen sehr anspruchsvoll. Schnell kommen sie hier an ihre Grenzen. Ums kurz zu machen scheint die Überschreitung der Veitsch doch kein so guter Plan zu sein. Leider.

Nach erneuten Studien der sagenhaften Kompaskarten machen wir uns also etwas traurig auf den Weg ins Tal. Es ist ein heißer, drückend schwüler Tag. Das Klima setzt der bis jetzt so elanvollen Shina sehr zu. Angestrengt trottet sie in einigen Metern Entfernung hinter uns her. Immer wieder legen wir Pausen ein damit sie sich im Schatten ausruhen kann, geben ihr viel zu trinken. Dankbar über die Abkühlung lässt sie sich immer wieder von mir mit Wasser übergießen. Würden wir nicht mitten im Wald feststecken wo der Boden flächendeckend von Blaubeeren bewachsen ist und die Packtiere auf keinen Fall genügend Futter finden, würden wir hier bleiben um Shina nicht zu überfordern. Da dies leider nicht möglich ist müssen wir weiter laufen bis wir im Tal auf die nächste Weide stoßen. Gott sei dank zieht der Himmel gegen Nachmittag komplett zu ( unsere Bestätigung für den Wetterumschwung) und es wird deutlich kühler. Zu den geht es jetzt stetig bergab. Das belebt Shinas Geister! Erleichtert sehen wir sie jetzt wieder vor raus laufen und interessiert herumschnüffeln. An der ersten Wiese in Tal angekommen sehen wir uns vor einem unerwartetem Problem. Ein Großteil der Häuser ist nur zeitweise bewohnt und die Besitzer gerade nicht da. Die Menschen die wir treffen sind leider nicht befugt uns irgend etwas zu erlauben.

Man rät uns dringend davon ab ohne die Zustimmung Eigentümer hier zu bleiben. Sollten wir es doch tun würden wir einen Anzeige wegen Hausfriedensbruch riskieren! Wir sind fassungslos, müde uns etwas verzweifelt. Eine nette Dame in einer Wirtschaft telefoniert herum um nach einer Bleibe für uns und unsere Tiere zu suchen, aber leider auch erfolglos. Der einzige Ausweg scheint zu sein auf die ca. 5km entfernte Veitschalpe wieder hinauf zu steigen, wo wir eigentlich erst Morgen hinwollten… also Zähne zusammenbeißen, Automatikmodus einschalten uns auf geht’s.

Bei Dämmerung kommen wir endlich an der Alpe an…und stehen vor einem breiten soliden Kuhgitter! Das kann doch nicht wahr sein, was sollen wir den jetzt tun!!? Nach kurzer Inspektion finden wir zum Glück eine Stelle die für unsere Tiere passierbar erscheint. Links neben der Straße führt durch das dichte Gebüsch ein etwas über Knie hoher Zaun. Wie erwartet cool brechen unsere zwei durchs Gebüsch und klettern über den Zaum!! Ein hoch auf Maul und Esel!! Damit sind die Schwierigkeiten des Tages jedoch nicht vorbei! Die Alm ist stark überweidet, überall streifen Massen von Kühen umher. Wo sollen wir hier ein Platz mit genügend Gras und Ruhe vor den neugierigen und aufdringlichen Jungrindern finden. Die meisten von ihnen haben noch nie ein Esel oder auch nur ein Pferd gesehen und können wirklich lästig werden. Vor allem der armen Kamchi machen Kühe zu schaffen. Verzweifelt steuern wir die Pflanzlhütte, eine Almwirtschaft an. Wahrscheinlich kennen die Wirte einen Großteil der Almbauern und können uns vielleicht helfen einen geeigneten Platz für die Nacht zu finden. Hier wendet sich der Tag in letzter Minute unerwartet zum guten! Die Wirte, Familie Fraiß sind herzensgute Menschen! Sie telefonieren mit einem Nachbarn der eine kleine eingezäunte Hütte besitzt er ist damit einverstanden das wir unsere Tiere bei ihm im „Garten „ unterbringen wo sie sofort von neugierigen Kühen umzingelt werden. Uns bietet man an den frisch renovierten Winterraum zu nutzen. Da er noch nicht vollständig aufgeräumt ist können wir sogar unseren müden Körpern sogar kostenlos den Luxus weicher Betten gönnen. Spontan ist die Welt wieder in Ordnung….trifft man auf schlechte(schwierige) Menschen , so trifft man später auf um so bessere. Wie gut diese Menschen wirklich sind stellte sich am nächsten Tag heraus.

Sprüche aus dem Alltag:
“Wir sind jetzt in Sicherheit!”

Der Morgen begrüßt uns mit strömendem Regen, die Temperaturen sind deutlich gesunken. Ich setze mich zum Julian auf die Terrasse um meinen heißen Kaffee und eine Zigarette zu genießen doch daraus wird nicht wirklich was! Mit entsetzen sehen wir Shinalein zu uns torkeln. Sie setzt sich zu meinen Füßen, die Augen halb zu und glasig, der Mund leicht offen. Sie streckt den Kopf durch so das ihre Nase zum Himmel zeigt und sie zittert. Wir sind schockiert, gestern war sie doch, nach dem es kühler wurde so gut drauf und jetzt kann sie kaum geradeaus laufen und macht den Eindruck wie wenn sie gleich sterben würde. Hecktisch suche ich nach der Visitenkarte die ich von der Ärztin in Mürzzuschlag bekommen habe. Hier soll es Spezialisten geben die ein Ultraschall des Herzens machen können. Da wir ein Notfall haben kann ich selbstverständlich vorbeikommen…sehr lustig !… vorbeikommen….100km! In dem Zustand in dem sich Shina befindet kommen öffentliche Verkehrsmittel mit mehrmaligen umsteigen und etlichen Wartezeiten nicht in Frage. Es wird wohl nichts anderes übrigbleiben als mit dem Taxi zu fahren! Tatsächlich gibt es auch hier in der Gegend 1-2 Taxis, diese wollen für die Strecke allerdings satte 140 Euro! Einfach!

Ich gehe zur Pflanzlhütte um nach einer günstigeren Alternative zu fragen. Als die Wirte, die selber zwei Hunde haben, von der Situation hören, bietet Herr Fraiß sofort an, uns in die Klinik in Leoben zu fahren. Er hat so wie so Erledigungen in dieser Richtung zu machen und und nimmt den Umweg gerne in kauf um uns zu helfen. Alle versuche ihn dafür Geld zu geben scheitern! So packen wir die kleine Maus, die inzwischen etwas zu sich gekommen ist ins Auto und fahren los. Eine gute Stunde später sind wir in Leoben. Nach einer ausführlichen Untersuchung meint die Ärztin keine Herzrhythmusstörungen zu hören und veranschlagt erst mal ein Röntgenbild des Brustkorbs. Was wir zu sehen bekommen besorgt mich sehr. So wie es aussieht sind einig Lungenbläschen geplatzt und haben sich zu einer großen blase vereint. Die Ärztin ist ein wenig Ratlos und kann sich nicht erklären wie das zu Stande kommt. Um ein besseres Bild des ganzen zu bekommen machen wir nun ein Herzultraschall. Wieder erwarten macht das Herz einen sehr guten Eindruck! Es ist kräftig, nicht vergrößert und schlägt sehr regelmäßig, lediglich eine Herzklappe ist minimal undicht. Es scheint so, das die Lunge, die sich merkwürdiger weise immer wieder vor das Herz ins Bild schiebt, so viel Druck aufbaut, das die Herzklappe nicht standhalten kann. Immer noch Ratlosigkeit! Was hat diesen Anfall verursacht. Shina wirkt inzwischen müde aber ansonsten vollkommen ok. Wir machen noch einige Bluttest die Licht ins dunkel bringen könnten. Leider Sind diese nicht wirklich aufschlussreich. Letztendlich meint die Ärztin die Ursache für diesen morgendliche Anfall könnten die fälschlicher Weise verschriebenen uns dazu noch sehr hoch dosierten Entwässerungstabletten sein, die sie in Mürzzuschlag bekommen hat. Aus ihrer Sicht können wir die Tour bedenkenlos fortsetzen sollten allerdings die Luftblase im Auge behalten da es möglich ist, dass diese größer wird und im schlimmsten Fall sogar platzen könnte. Die dann in den Bauchraum eingedrungene Luft kann dramatische folgen haben. Netter weise möchte uns die Ärztin bei unserer Wanderung unterstützen und macht mir einen guten Preis für die Riesen Untersuchung…noch ein netter Mensch!

Die Diagnose muss ich erst einmal verdauen!……Bevor wir aufgebrochen sind haben wir uns selbstverständlich darüber unterhalten, das diese Reise auch für die Hunde Gefahren birgt. Kämpfe mit den urigen Hirtenhunden, giftige Schlangen und Krankheiten können sogar ihr Leben gefährden. Der Spaß den sie jedoch haben würden, wenn sie mit ihrer Familie / ihrem Rudel so lange in der Wildnis sind und fast wie richtige Wildhunde leben könnten und überwog die Gefahren. Zudem sind unsere Hunde so sehr an uns gebunden, dass sie es nur sehr schwer verkraften könnten so lange von uns getrennt zu sein. Alles in allem waren wir uns sicher, dürften sie für sich selber entscheiden, würden sie auf jeden Fall mitkommen wollen. Ich versuche mir also keine Vorwürfe zu machen und überlege nicht ob die Reise an Shinas Gesundheitszustand schuld ist. Ich habe mein möglichstes getan um alle Teammitglieder gesund zu halten!

Traurig mache ich mich auf den Weg zum Bahnhof.

Wir haben Glück und müssen kaum auf den Zug warten. Die Fahrt nutze ich um Julian auf den neuesten Stand zu bringen, auch ihn trifft die Nachricht sehr hart. Ich telefoniere auch mit Dani. Sie soll unseren Tierheilpraktiker kontaktieren und fragen ob es homöopathische Mittel gibt die ich unterstützend verabreichen könnte. In Veitsch angekommen setze ich mich in ein Kaffee wo ich auf den Rückruf warte in der Hoffnung dieser kommt noch bevor die Apotheke schließt. Sollte das nicht der Fall sein werden wir die nächsten Tage wieder absteigen müssen um Medikamente zu besorgen.

Ich warte also. Ich warte immer noch… Um mir die Zeit zu vertreiben fange ich mit dem Personal ein Gespräch an. Irgendwann kommt auch der Besitzer mit seinem Freund hinzu. Wie die meisten Menschen, sind auch die beiden Herren an unserer Wanderung sehr interessiert und stellen mir viele Fragen. So verfliegt die Zeit deutlich schneller bis es endlich 18.00 Uhr ist. Leider konnte Dani den Tierarzt nicht erreichen, wir werden also wohl oder übel die nächsten Tage eine Apotheke ansteuern müssen. Als ich die Herren nach der Telefonnummer für ein Taxi frage welches mich wieder auf die Pflanzlhütte bringt, bietet mir der Freund des Café Besitzers, Jäger und selber ein Hundebesitzer, an mich hoch zu fahren. Da sein nicht ganz friedlicher Hund im Auto wartet leiht er sich ein Auto und los geht’s. Was für ein netter Mensch…schon wieder! All die hilfsbereiten Menschen mit den ich es Heute zu tun hatte, haben es mir deutlich einfacher gemacht über diesen schweren Tag zu kommen und haben mir nochmal deutlich wie gemacht in wie vielen Menschen ein gutes Herz schlummert welches darauf wartet sich zeigen zu dürfen.

Auf der Hütte angekommen werde ich schon sehnsüchtig erwartet. Ausführlich berichte ich Julian über Shinas Gesundheitszustand bei einem riesigem Schnitzel welches wir uns, um die Moral zu heben, in der Hütte gönnen. Wir müssen auch überlegen wie es weiter gehen soll…

Nach dem wir alle Aspekte durchgesprochen und die ärztlichen Informationen berücksichtigt haben, entscheiden wir uns dafür erst einmal weiter zu laufen. Sollten wir sehen, das es dem Hundi nicht bekommt werden wir die Tour abbrechen. Da unsere Beziehung seit unserem Aufbruch noch enger geworden ist, und Shina sobald das Rudel getrennt ist stark verunsichert ist, kommt es für uns nicht in frage die arme Maus, nur weil es ihr schlecht geht, alleine zu lassen und sie für die restliche Zeit in Pflege zu geben. In Anbetracht ihres Zustands heute Morgen und das anstrengenden Tages möchten wir ihr allerdings noch einen Tag pause gönnen. Wir fragen die Fam. Fraiß ob wir noch einen Tag bleiben dürfen. Es überrascht wenig das die gütigen Menschen nichts dagegen haben. Sie laden uns ein solange zu bleiben bis es dem kleinen Hundi wieder gut geht!

Zu unserer Erleichterung ist das schon am nächsten Tag der Fall! Trotzdem bleiben wir noch einen Tag damit sie Kräfte sammeln kann.