Riepenspitze 2774m und der Grat zum Gr.Heimwald 2755m

15km; 1500m; T5- / II

19.08.17

Aufgrund des gar nicht so geringen Schneefalls in den höheren Lagen haben wir uns entschlossen ins Villgratental zu fahren da wir dort auch noch ein paar Berge auf der Liste hatten. Als wir Morgens in Richtung Riepenspitze aufbrechen wundern wir uns ein wenig über die zahlreichen Autos die überall auf den Almwiesen geparkt sind. Des Rätsels Lösung wartet beim Schwarzsee, Heute ist Bergmesse…

Der Weg auf die Riepenspitze gestaltet sich harmloser als er es vor zwei Jahren mit Schnee und Eisglasur aussah. Aber auch Heute weht ein eisiger Wind von den angezuckerten Gipfeln im Norden herüber und eine aufziehende Erkältung drängen uns wieder aufzubrechen. Nach kurzer Überlegeung wollen wir den Gratübergang zum Großen Heimwald versuchen, vor zwei Jahren haben wir den Tip von jemand aus der Gegend bekommen. Der Abstieg von der Riepenspitze auf den Grat sieht erstmal etwas gruselig aus, eine glatte Platte schießt erstmal zehn Meter fast senkrecht hinunter und es ist doch recht luftig. Danach geht es etwas einfacher zum tiefsten Punkt am Grat, und wir überklettern und umgehen einige kleine Grattürme. Eigentlich kann man alle Türmschen überschreiten, aber wir landen leider einmal in einer ziemlich senkrechten Wiese, und wir müssen ordentlich aufpassen nicht mit dem ganzen losen Graffel in Richutng Tal zu rauschen. Bei einer kurzen Pause beratschlagen wir wie der stark aufsteilende und felsige Grataufschwung auf den Gr. Heimwald zu überwinden ist. Spuren sind nicht wirklich zu finden und ich versuche drei mal einen Weg zu finden, bleibe aber jedesmal in absolut wiederlich brüchigem Terrain stecken. Und die obere Hälfte schaut noch viel hässlicher aus….

Also wieder zurück zum tiefsten Punkt des Grates wo es eine Möglichkeit gibt zum Normalweg abzusteigen. Auch hier sind wir vor zwei Jahren wegen der Eisglasur umgekehrt, aber jetzt stellen die teils luftigen Querungen und kraxxeleien kein Problem dar. Am Gipfel angekommen inspizieren wir nochmal den Grat und entdecken von oben eine gut machbare Umgehung des letzten Aufschwungs, und stellen fest das die obere Häfte des Grates von hier aus noch hässlicher und gefährlicher aussieht als von unten schon vermutet. Nach einer ausgiebigen Pause mit Sonne und windschatten machen wir uns auf den recht langwierigen Rückweg, und sind froh das wir uns trotz des verhauers durchgerungen haben noch auf den Gipfel zu steigen.

Zur Belohnung gibts noch ein feines Abendessen auf der Unterstaller Alm, wo sich alle trinkfesten Besucher der Bergmesse versammelt haben und die Hütte mit Musik und Tanz zum beben bringen.