Schrocken

25km; 2000hm; T3

17-18.07.17

Endlich habe ich zeit gefunden mit Elli schon lange geplante 2-Tagestour in den Ausläufern des Toten Gebirges zu machen. Von einem Parkplatz im „Himmel“ nehme ich den weg über den Nazogl welcher sich geschickt über die waagrechten mit blühenden Wiesen versetzten Felsbänder nach oben schlängelt. Obwohl wir eigentlich Hochsommer haben erwarten mich auf dem Gipfel empfindlich kalte Temperaturen und ein eisiger Wind, welcher sogar die arme Elli schlottern lässen. Angesichts dieser Temperaturen beschließe ich nicht wie geplant auf dem Gipfel zu biwakieren, sondern im Wald des Hochplateaus ein windgeschütztes Plätzchen für die Nacht zu suchen. Als ich den Wald betrete bin ich entzückt. Im lichten Lärchen und Zirbenwald versetz mit Felsbändern und Karst blüht ein Meer aus rosa Alpenrosen. Schnell finde ich unter einer alten Zirbe Plätzchen wo ich die Nacht verbringen werde. Da es immer noch sehr kalt ist und Elli friert ziehe ich ihr meinen Pulli an und muss im offenem Schlafsack, den ich als decke nutze um und beide zuzudecken schlafen. Trotz anfänglicher sorge zu erfrieren erweist sich mein neuer bester Freund, der Daunenschlafsack der Serie Lite Line von Cumulus als auch decke ausreichend warm um uns beide komfortabel durch die Nacht zu bringen. Am morgen packe ich begeistert Schlafsack, Isomatte und Groundsheet (insgesamt nur 1200g) in meinen Daypack und mache mich auf den weg zum Schrocken. Zuerst führt der wenig begangene Weg durch das Labyrinth des unfassbar schönen Waldes um sich dann durch die karstige Landschaft zu schlängeln. Nach ca. 3 Std. erreiche ich endlich den Kamm, welcher zum Schrocken führt. Leider ist der Gipfel auf dem schmalen weg, welcher stets über den zu beiden Seiten steil und fast glatt abfallenden Grat führt nach ca. 15min erreicht. Gerne hätte ich diesen schönen weg noch länger genossen!. Es ist zwar möglich ihn noch weiter zu gehen, jedoch würde es einen zu weiten Rückweg zum Parkplatz bedeuten. So suche ich mir ein gemütliches, aussichtsreiches Plätzchen und bereite mir genüsslich einen Kaffee. Da ich von dem abwechslungsreichen Wald so begeistert bin, ist der lange Rückweg sehr kurzweilig und durchaus vergnüglich. Am Auto angekommen mache ich mich zufrieden auf den Heimweg und bin sicher wieder zu kommen.

Weitere Infos zu den frei konfigurierbaten Schlafsäcken findet Ihr hier auf der Seite von:

Cumulus

Einen ausführlichen Testbericht hier auf unserer Seite.

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