Kreuzeckgruppe – Zurück in der Kälte..

23,5km; 2100hm;
07-08.10.16
Teil 3: Rund um die Hugo Gerbers Hütte.

Tag 5+6:

Aufstieg auf die Hugo Gerbers Hütte. Nachdem wir beschlossen haben lieber in der Stube mit Ofen zu Nächtigen haben wir noch eine kleine Runde auf dem Kreuzeck- Höhenweg gedreht und den Tag traditionsgemäß mit einem spektakulären Sonnenuntergang auf dem Roten Beil ausklingen lassen. Die Nacht war wieder erwarten extrem gruselig. Die Hütte urgemütlich, Ofen in der Stube, aber durch den uralten Fußboden pfiff der Sturm mit eisigen Temperaturen und blies den Jahrhunderte alten Dreck aus den eingeweiden der Hütte in unsere Lungen. Als es endlich dämmert sind wir heilfroh das die grausige Nacht ein Ende hat, und wir stolpern vor die Hütte um den nächsten fantastischen Sonnenaufgang zu geniessen. Für ein bisschen bessere Aussicht steigen wir schnell auf den nächsten Buckel, und auf den nächsten….nach eineigen weiteren Buckeln inclusive frühmorgendlicher Kraxxelei stehen wir dann plötzlich auf einem namenlosen Gipfel und werden wieder mit einem grandiosen Rundumblick auf den Sonnenaufgang belohnt. Weder der eisige Strum, noch die fehlende Morgentoilette oder die Tatsache das wir noch kein Frühstück hatten, treiben uns zur Eile. Was für ein Frühsport! Wieder bei der Hütte holen wir uns ein Wetterupdate, das recht bescheiden ausfällt. Wir entscheiden uns den angekündigten Schneesturm nich an unserem letzten Urlaubstag auszusitzen, und lieber Heute über den Scharnik abzusteigen als uns Morgen einschneien zu lassen. Als wir unsere sieben Sachen gepackt haben beginnt es bereits zuzuziehen und auf dem Weg bis zum Gurgsentörl geniessen wir immer wieder grandiose Wolkenspiele wenn sich mal ein Loch in der Suppe auftut. Den nordseitigen Aufstieg zum Scharnik sind wir die ganze Zeit in dichten Nebel gehüllt aus dem sich einzelne Felszacken in den Dunst recken. Auch am Gipfel haben wir keine zehn Meter Sicht und wir geniessen bei einem Gipfelkaffe die fantastische Ausssicht. Der südwestliche Abstieg gestaltet sich spannender als auf der Karte vermutet, aber dank des Gewölks und des einsetztenden Schneetreibens lässt sich nur erahnen das es hier ausgesetzte Stellen gibt. Nach ewigem rumgestocher im Nebel auf dem bestimmt wunderschönen Weg und ein paar “Abkürzungen” kommen wir endlich am frühen Nachmittag wieder am Parkplatz an. Es war wieder ein wunderschöner Urlaub. Auch wenn wir uns Dank des extrem schmierigen Schnees und der eisigen Temperaturen doch sehr einschränken mussten mit den Gipfelplänen, haben wir das beste draus gemacht und einen genialen  und unseren zehnten Hochzeitstag würdigen Urlaub verbracht. “Normale Leute” machen ne Kreuzfahrt, wir frieren uns lieber auf ner Biwakschachtel ganz romantisch den Hintern ab. So muss es sein!